Der Künstler

Der 1937 in Hamburg geborene Karsten Hein beginnt 1958 sein Studium an der Werkkunstschule in Hamburg und führt dies nach vier Jahren an der Hamburger Hochschule für bildende Künste erfolgreich fort. Zu Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit entscheidet sich Hein für das konstruktiv Konkrete als Schaffensstil. Begründen tut er dies mit seinem Wunsch, sich von Abbildungsanliegen und Erzählformen im Bildnerischen zu distan-zieren. Diese Haltung führt er auf das Erleben trauma-tisierender Kriegserlebnisse zurück.

Karsten Hein sucht den Kontakt mit anderen konkret arbeitenden Künstlern der internationalen Szene und nimmt an diversen Ausstellungen, Symposien und Zusammenkünften teil. In einem solchen Rahmen lernt er den bereits bekannten Künstler Richard Paul Lohse aus der Schweiz kennen, der sich von den Anliegen des jungen Hamburgers beeindruckt zeigt. Über Monate tauschen sich beide brieflich aus. Die sich dabei zeigenden Überschneidungen in Ansichten und Arbeitsmethoden bestärken Hein in seiner künstlerischen Orientierung und inspirieren ihn nachhaltig.

1966 erhält er eine Stelle mit Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Hamburg, auf die 1980 die Professorenwürde folgt. Als einziger dort, lehrt er zwei Fächer: Dreidimensionale Gestaltung und Farbe + Form. In dieser Zeit zieht er von Hamburg in die nördliche Metropolregion nach Norderstedt um und richtet sich dort sein Atelier ein.Außerhalb der Schule arbeitet Karsten Hein, wann immer ihm dafür Zeit zur Verfügung steht, an seiner eigenen Kunst. Dabei entstehen beeindruckende Bildserien, großformatig gemalte Werke aber auch viele herausragende, dreidimensionale Objekte und Körper, zumeist aus Holz und Metall. Als er schließlich in den frühen 2000er Jahren pensioniert wird, geht für ihn zwar ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende, doch es beginnt ein neues Arbeitsleben: Jetzt eines, das ausschließlich die eigenen Kunstziele im Fokus hat!

Einen Mangel an Konzepten oder Ideen gibt es für Karsten Hein nicht. Auf den Tischen, Schränken und Ablagen seines Ateliers stehen ein paar Dutzend Entwürfe, auch Teildesigns aus Pappe, Papier und Holz. Dazu befinden sich in Ordnern und Blattsammlungen zahlreiche mit Temperafarben im Kleinformat gemalte Farbfeldkompositionen. Sie alle warten auf Weiterentwicklung oder aber darauf, als Vollwerk umgesetzt zu werden.  Hein ist schöpferisch unermüdlich, wendet sich bereits Angefangenem zu, entwickelt und konstruiert aber auch neue Kunst. Von wesentlicher Bedeutung ist hierbei, dass Hein mit Jan Menssen seit 2005 einen ihn exklusiv vertretenen Galeristen hat und dieser die gesammte Kommunikation, Organisation von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen sowie die verlegerische Herausgabe seines Werkes übernommen hat.